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Eines ist unbestreitbar: In der heutigen, mit marketingträchtigen Schlagwörtern durchzogenen Umgangssprache steht "XXL" hauptsächlich in der Assoziation zu "mehr als genug". Bei allem, was mit "XXL" gelabelt wird, soll ein nahezu unübertreffbarer Gigantismus vermittelt werden. Im Sinne von: "Mehr geht (nun wirklich) nicht!" oder "Noch mehr bekommen Sie nirgendwo anders!".

In der Bekleidungsbranche verhält es sich jedoch ein wenig differenzierter. Gehen wir also als erstes richtig semantisch an die Sache heran.

Im Zuge der fortschreitend automatisierten Bekleidungsindustrie und der abnehmenden Tätigkeiten von Massschneidern musste ein System gefunden werden, was die Maße von Bekleidungen aller Art nicht nur für die bessere Vermarktung, sondern auch für das bessere Verständnis der Größenvorstellung der Kunden beschreibt. Da hatte jemand, wie könnte es auch anders sein, in Amerika einen glorreichen Einfall: Weg von den numerischen und zum Teil sehr kryptischen Größenangaben von Bekleidungsstücken, sollte ein prägendes Adjektiv aus dem Sprachgebrauch die Größenverhältnisse zwischen potentiellem Träger und Kleidung deutlicher werden lassen. Zumal für Kopfbedeckung, Ober- und Unterbekleidung, Schuhe und Konfektionen zu allem Überfluss jeweils eigene Maßeinteilungen bis heute bestehen. Was eignete sich dafür besser als die Attribute "groß" und "klein" selbst? Im Englischen stehen für "groß und klein" in diesem Bezug die Wörter "large and small".
Nun gibt es aber noch zu viele "große" und "kleine" menschliche Gesamtsysteme. Schnell eine weitere sprachlich verständliche Abstufung eingeführt, und einer Revolution im Bekleidungsmarkt stünde nichts mehr im Wege. Für diese zusätzliche Feingliederung bemühte man als erstes die amerikanische Bezeichnung für alles "Außergewöhnliche", "Zusätzliche", nämlich "extra". Eine Unterteilung der potentiellen Bekleidungsstückkäufer in vier Hauptgruppen war schonmal ein großer Schritt, um Bekleidung mit einem Wort in vorstellbare Größenkategorien zu bekommen.
Doch bald merkte man, dass die fortschreitende Individualisierung des Menschen auch diese vier Kategorien sprengte, und da der Amerikaner ja bei manchen Dingen recht bequem, ähh effektiv arbeitet, wurden weitere Feinabstufungen einfach durch die Wiederholung des "extra"-Zusatzes implementiert. Also brachte uns eine nicht nur sprachlich nach oben offene "x-Skala" (übertragen amerikanisch "x-Rank") zum Beispiel die Kategorie der "XXL-Bekleidung", aber auch viele eher zwergenwüchsige Menschen konnten von nun an sicher sein, dass in einem "XXXS-Modehaus" auch für sie etwas Passendes zu finden war, was sich von Baby- und Kinderkleidung unterschied.

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Halten wir letzlich noch fest, dass eben bei XXL-Bekleidung das Akronym "xxl" ausgesprochen für "extra-extra-large" steht und in der anderen Richtung entsprechend "extra-small". Einige genieren sich noch immer, entsprechend ihren Körper(aus)maßen eine Ladeneinrichtung mit dem Reklameschild "XXL Bekleidung" zu betreten, aber immer mehr Menschen gehen heutzutage sehr selbstbewusst mit ihren Kleidungsanforderungen um. Das sollten Sie auch tun und ihren persönlichen "xxl-Rank" bewusst leben!

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